Genießen wie Gott in Italien mit DNEWS24

Der San Nicola und die Befana. Italian Secrets in DNEWS24

Hervorragende Grund-Produkte, kleine lokale Erzeuger, Rezepte und Reise-Tipps – eben genießen wie Gott in Italien. Elke Heselmeyer mit ihren Italian Secrets.

Nun sind wir beim letzten Teil unseres Weihnachtsspecials angelangt.

In den vergangenen Wochen haben wir über Bräuche und Traditionen gesprochen, haben erfahren, dass es hier von Nord nach Süd große Unterschiede gibt und dass die Familien teilweise ihre eigenen Traditionen einführen und an ihre Kinder weitergeben.

Das Thema Weihnachtsgeschenke haben wir bislang noch nicht angesprochen. Und das ist doch auch ein – zumindest für die Kinder – sehr wichtiger Bestandteil von Weihnachten.

Und Kind zu sein, das lohnt sich in Italien gerade zur Weihnachtszeit. Erste kleine Geschenke erhalten die Kinder in einigen Familien bereits am 6. Dezember, an „San Nicola“, allerdings ist das nicht wirklich Tradition.

Die erste und eigentliche Bescherung ist am 1. Weihnachtsfeiertag, hier gibt es für alle – Erwachsene wie auch für die Kinder – Geschenke. Für die Kinder gibt es natürlich vielfach Spielzeug, welches dann auch sofort – mit der für Italiener eigenen Lautstärke – getestet und ausprobiert werden muss. Voller Stolz will man das neue Spielzeug dann der Familie vorführen, und so sind bald alle Anwesenden involviert.

Und wenn bei uns in Deutschland fast alles bereits vorbei ist, der Weihnachtsbaum auch schon abgebaut wurde, bekommen die Kinder in Italien von der Befana, der guten Hexe, noch einmal Geschenke.

Natürlich gibt es nicht jedes Mal riesengroße Geschenke, vielfach sind es kleinere Geschenke, über die sich die Kinder dennoch freuen.

Es gibt einige Geschichten zur Befana. Eine lautet: sie habe sich auf der Suche nach dem Jesukind verflogen und dann, am 6. Januar, endlich die Heiligen Drei Könige gefunden.

Auch heute gibt es wieder einen Rezepttipp.

Nach Antipasti, Primo und Secondo der vergangenen Ausgaben geht es heute ums Dessert oder „Dolce“ wie der Italiener sagt.

Wir wollen heute etwas backen, nämlich weiche Pistazienplätzchen; diese sind nicht etwa als Folge falscher Lagerung weich, sondern weil sie ganz ohne Mehl gebacken werden.

Rezept der Woche

Pasticcini morbidi al pistacchio

Zutaten für Olivenpaste:

300 g Pistazien ohne Schale, ungesalzen und ungeröstet
250 g Zucker
20 g Honig flüssig (erhältlich bei Porta Vagnu: https://porta-vagnu.de/produkt/miele-millefiori-bresca-dorada/
Schale von einer Zitrone
2 Eiweiße
75 g Puderzucker

Zubereitung:

Am Vortag die Pistazienmischung herstellen. Dafür die Pistazienkerne mit einer Küchenmaschine sehr fein mahlen (oder man greift gleich zu gemahlenen Pistazien (farina di pistacchio), was auf jeden Fall einen sehr feinen Mahlgrad garantiert.

Von einer ungespritzten Zitrone die Schale abreiben.

In einer Schüssel das Pistazienmehl und 240 g Zucker vermengen.

Portionsweise den Honig und die abgeriebene Zitronenschale hinzufügen (da beide Zutaten feucht sind, können sie leicht klumpen, darum sollten sie gut verteilt in mehreren Schüben eingearbeitet werden).

Eiweiß steif schlagen und dann vorsichtig mit einem Holzlöffel unter die Pistazienmasse ziehen. Die Mischung ist jetzt noch ziemlich bröselig, aber das ist richtig so.

60 g Puderzucker auf die Arbeitsplatte sieben und zum besseren Arbeiten die Hände leicht mit Wasser anfeuchten. Mit einem Teelöffel oder mit der Hand ca. 20 g der Masse entnehmen und vorsichtig zu einer Kugel formen. Dabei muss der Teig ganz leicht gedrückt werden, da aufgrund der bröseligen Konsistenz viel Luft im Teig ist. Andererseits aber auch nicht zu stark pressen, denn dann werden die Pasticcini nämlich nicht leicht und luftig. Die Kugeln im Puderzucker auf der Arbeitsfläche rollen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen, darauf die restlichen 10 g Zucker gleichmäßig verteilen und darauf dann die Pasticcini setzen. Das Backblech mit einem weiteren Bogen Backpapier bedecken und 12 Stunden (über Nacht) ruhen lassen.
Am nächsten Tag/nach 12 Stunden das Backblech in den auf 160 °C vorgeheizten Backofen stellen und die Pasticcini 10 – 12 Minuten backen. Nicht länger, denn die Plätzchen müssen sehr weich sein und dürfen nicht bräunen. Innen sollten sie noch leicht feucht sein. Die Pasticcini werden also im Ofen eher getrocknet als gebacken.

Nach dem Erkalten die Pasticcini mit den verbliebenen 15 g Puderzucker bestreuen und vorsichtig vom Blech nehmen.

Und welcher Wein passt dazu besser als ein Dessertwein? Meine absolute Empfehlung ist der
https://porta-vagnu.de/produkt/lume-benaco-bresciano-passito-igt/.

Buon appetito e Schöne Feiertage

Gut zu wissen

Weine und mehr gibt es im Online-Shop von Porta-Vagnu: porta-vagnu.de.

Bilder: © unsplash Mike Arney, Erica Marsland

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