INSA-Analysis Partei-Potentiale in DNEWS24

INSA-Sonntagsfrage: SPD und Grüne kämpfen um Platz 3

Jede Woche veröffentlicht DNEWS24 die aktuellen Zahlen der INSA-Potential-Analyse zur Sonntagsfrage.

Wenn man Koalitionsoptionen abfragt, kommt häufig der Einwand, dass diese oder jene Konstellation vergessen worden sei. Mit unserem Wahlergebniswunsch fragen wir die Koalitionspräferenzen ab, ohne das so zu benennen. Wir fragen nämlich, wo sich die Befragten nach einer Wahl die einzelnen Parteien wünschen, ob sie die Regierung anführen und den Bundeskanzler stellen, an der Regierung beteiligt, in der Opposition oder gar nicht im Bundestag sein sollen.

Jeder Zweite (50 Prozent) wünscht sich die CDU/CSU in der Bundesregierung, entweder führend an der Regierung (26 Prozent) oder an der Regierung beteiligt (24 Prozent). Jeweils zwölf Prozent der Befragten wünschen sich, dass SPD oder AfD die Regierung anführen. Bei Bündnis90/Die Grünen wünschen sich das nur halb so viele (6 Prozent) Dass die SPD an der Regierung beteiligt ist, wünscht sich jeder Vierte (26 Prozent), bei den Grünen wünscht sich das jeder Fünfte (20 Prozent) und bei der AfD jeder Siebte (14 Prozent). Jeweils gut jeder Vierte (26 Prozent) wünscht sich also sowohl von Bündnis90/Die Grünen als auch von der AfD, dass sie – egal ob führend und nur mitregierend – an der Regierung beteiligt sind.

92 Prozent der SPD-Wähler wünschen sich, dass ihre Partei an der Regierung beteiligt ist. An zweiter und dritter Stelle bei den SPD-Wählern stehen im Blick auf die gewünschte Regierungsbeteiligung Grüne (49 Prozent) und CDU/CSU (46 Prozent). Interessant: Nur jeder fünfte SPD-Wähler (21 Prozent) wünscht eine Regierungsbeteiligung der FDP.

93 Prozent der Unionswähler wünschen sich, dass ihre Partei an der Regierung beteiligt ist. An zweiter und dritter Stelle bei den CDU/CSU-Wählern stehen SPD (36 Prozent) und FDP (35 Prozent).

88 Prozent der Grünen-Wähler wünschen sich, dass ihre Partei an der Regierung beteiligt ist. 73 Prozent wünschen sich eine Regierungsbeteiligung der SPD, nur jeweils rund jeder Vierte eine Regierungsbeteiligung der Union (27 Prozent) oder der Linkspartei (23 Prozent).

86 Prozent der FDP-Wähler wünschen sich eine Regierungsbeteiligung ihrer Partei. An zweiter Stelle kommt für die FDP-Wähler die Union (67 Prozent). Weit abgeschlagen kommen SPD (32 Prozent) und Grüne (22 Prozent).

90 Prozent der AfD-Wähler wünschen sich, dass ihre Partei an der Regierung beteiligt ist. An zweiter Stelle kommt bei den AfD-Wählern die CDU/CSU (41 Prozent).

Die Mehrheit der Anhänger aller anderen Parteien möchte die AfD nicht im Bundestag sehen. Sie ist auch bezogen auf alle Befragte die einzige Partei, die von der Mehrheit nicht im Bundestag gewünscht wird.

Die Wähler der Ampel-Parteien können miteinander wenig anfangen. Es ist für die Mehrheit der jeweiligen Wählerschaft ganz offensichtlich nicht die Wunschkombination.

Die Präferenz der Grünen-Wähler geht eindeutig Richtung Rot und die der Unionswähler geht eindeutig Richtung Rot und Gelb. Besonders ausgeprägt ist die gegenseitige Zuneigung zwischen CDU/CSU- und Grünen-Wählern eindeutig nicht.

Die Wählergruppen präferieren die traditionellen Bündnisse.

Hermann Binkert (INSA)

Aktuelle Sonntagsfrage (INSA-Potentialanalyse).

Die Union (31 %) verliert in dieser Woche einen und die SPD (14 %) zwei Prozentpunkte. Die Werte der restlichen Parteien verändern sich jeweils nicht: Die AfD bleibt bei 23, die Grünen bei zwölf, die FDP bei fünf, die Linkspartei bei vier und die Freien Wähler bei drei Prozentpunkten.

Bei den sicheren Wählern legen einzig die Freien Wähler einen Prozentpunkt zu, wohingegen die SPD einen Prozentpunkt einbüßt und die Werte der übrigen Parteien jeweils unverändert bleiben.

Den Anteil an potentiellen Wählern kann dieses Mal keine Partei erhöhen. Sowohl die Grünen als auch die Linkspartei verlieren hier jeweils zwei Prozentpunkte und die Potentiale der anderen Parteien bleiben jeweils konstant.

Das Negativpotential, also den Anteil derer, welche die Wahl der jeweiligen Partei grundsätzlich ausschließen, erhöhen sowohl die Union als auch die FDP jeweils um zwei, die Grünen sowie die Linkspartei jeweils um drei und die SPD um sechs Prozentpunkte. Die Negativpotentiale der AfD und der Freien Wähler bleiben jeweils stabil.

Die aktuelle Analyse von INSA-Chef Hermann Binkert

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